
Oft haben junge Absolventen zum Ende Ihres Studiums gleich zwei Herausforderungen zu meistern: Neben einem möglichst guten Abschluss sollte auch der Start ins Berufsleben vorbereitet werden.
Ist dieser Start geglückt, heißt es, unternehmenseigene Netzwerke zu knüpfen, und zu etablieren. Rollen sind zu finden und auszufüllen. Außerdem müssen bislang ungewohnte Prozesse, Abläufe oder Softwares erlernt werden. Das bisherige persönliche Verhalten ist eventuell nicht mehr praktizierbar. Dazu kommt der stetige Wandel - Oliver Otis Howard, Gründer der Howard University sagte einmal: „Jedesmal, wenn du alle Antworten gelernt hast, wechseln sie alle Fragen.“
Wichtig sind daher vor und nach dem Eintritt in die neue Karriere gute Berater oder Mentoren. Vertraute Personen mit der gleichen Sprache, dem gleichen Background. Personen, die unabhängig, ehrlich, und offen unterstützen wollen und können, die vor der Auswahl Tipps geben und auf Fallen hinweisen, Personen die Netzwerke nutzen und bereitstellen und die nach der Auswahl schnelle fachliche Antworten parat haben. Damit das eigene Standing im neuen Umfeld verbessert wird.
Ich hatte das Privileg, in den 90er Jahren am Lehrstuhl für Bank- und Kreditwirtschaftslehre der Universität mehrere Monate als Hilfskraft angestellt zu sein. Dies war mein privates Mentoring-Programm, denn Professor und Assistenten hatten und haben bis heute genau die Rolle eingenommen, die oben beschrieben wird.
Mir hat dies stets geholfen schnell, preiswert und professionell werthaltige Informationen zu bekommen oder kritisches Feedback zu erhalten. Für mich sind Sparringspartner für die eigene Karriere stets hilfreich gewesen.
Gerne gebe ich daher im Mentoring-Programm mein Wissen weiter - für die nächste Generation.
Ulrich Boelcke
Alumnus Betriebswirtschaftslehre, Geschäftsführer Wittenstein
Lebenslauf Ulrich Boelcke