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    Vince Ebert - Ein vergnügtes Hirn lern besser

    02.07.2012

    Aktuell: Kabarettist Studium: Physik

    Vince Ebert (Foto: Frank Eidel)

    Herr Ebert, Sie sind von Haus aus Physiker. Kann man davon ausgehen, dass dieses Fach die kabarettistischen Fähigkeiten in Ihnen geweckt hat?

    Der Wechsel vom Labor auf die Bühne ist gar nicht so abwegig. Naturwissenschaftler werden nämlich zu Unrecht als humorlos und trocken bezeichnet. Als ich zum ersten Mal auf dem Hubland das Physiklabor betrat, las ich in Eingangsbereich ein Schild: „Bitte nicht mit dem verbleibenden Auge in den Laser gucken!“

     

    Was gefällt Ihnen besonders gut an Ihrem Beruf?

    Ich kann das verbinden, was mir am meisten Spaß macht: Meinem Publikum die Wissenschaft mit den Gesetzen des Humors näherzubringen. Denn ein vergnügtes Hirn lernt besser. Kleines Beispiel: Wissenschaft ist eine Methode zur Überprüfung von Vermutungen.

    Wenn ich z.B. vermute, im Kühlschrank könnte noch Bier sein und ich schaue nach, dann betreibe ich im Prinzip schon eine Vorform von Wissenschaft. In der Theologie dagegen werden Vermutungen nicht überprüft. Wenn ich also nur behaupte: Im Kühlschrank ist Bier“ bin ich Theologe. Sehe ich nach, bin ich Wissenschaftler. Wenn ich nachsehe, nichts finde, aber trotzdem behaupte, es ist Bier drin – dann bin ich Esoteriker.


     
    Loriot ist tot – was sagen Sie dazu?


    Es war unmöglich, diesen Mann nicht witzig zu finden. Loriot erbrachte den wissenschaftlichen Beweis, dass man gleichzeitig deutsch und komisch zugleich sein konnte. Holleri du dödeldi!!!


     
    Was hat Ihnen an Ihrem Studium/Würzburg besonders gut gefallen - kommen Sie noch manchmal zurück?


    Die Weinfeste, Volleyballspielen auf dem Sanderrasen, durchtanzte Nächte im Studentenkeller – und natürlich morgens um acht pünktlich in der ersten Quantenmechanik-Vorlesung sein... (lacht) Ich habe mein gesamtes Studium in Würzburg verbracht und werde immer wieder ganz sentimental, wenn ich die A3 abfahre um im Bockshorn oder im Mainfrankentheater aufzutreten.

    Vor einigen Jahren durfte ich sogar im Max-Scheer-Hörsaal 45 Minuten beim Montagskolloquium reden. Und das, obwohl ich nicht mal einen Doktortitel habe. Verrückt.

     

    Verraten Sie uns ein Motto, dass Ihnen besonders gut gefällt?

    Ich antworte mal mit dem großen Richard Feynman: „Wer sein Leben lang Physik betreibt und darüber nicht verrückt wird, hat überhaupt nichts verstanden.“

     

    Vielen Dank für das Gespräch!

    Von Michaela Thiel

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